Gottesdienst am Sonntag, den 02.05.2021

Musik zum Eingang
 
Begrüßung

Gemeinde-Lied: Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
1 Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Die Töne, den Klang hast du mir gegeben
von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde,
du Quelle des Lebens, dir sing ich mein Lied.
2 Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Den Rhythmus, den Schwung hast du mir gegeben
von deiner Geschichte, in die du uns mitnimmst,
du Hüter des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
3 Ich sing dir mein Lied, in Ihm klingt mein Leben.
Die Tonart, den Takt hast du mir gegeben
von Nähe, die heil macht – wir können dich finden,
du Wunder des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
4 Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Die Höhen, die Tiefen hast du mir gegeben.
Du hältst uns zusammen trotz Streit und Verletzung,
du Freundin des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
5 Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Die Töne den Klang hast du mir gegeben
von Zeichen der Hoffnung auf steinigen Wegen
du Zukunft des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Lesung Psalm 98

Singt dem Herrn ein neues Lied,
denn Wunder hat er getan!
Geholfen haben ihm seine starke Hand
und sein heiliger Arm.
2Der Herr hat seine Hilfe bekannt gemacht.
Vor den Augen der Völker hat er offenbart,
dass seine Gerechtigkeit allen Menschen gilt.
3Er dachte an seine Güte und Treue,
die er dem Haus Israel erwiesen hat.
Menschen aus der ganzen Welt haben gesehen,
wie unser Gott geholfen hat.
4Heißt den Herrn willkommen, alle Länder!
Brecht in Jubel aus, seid fröhlich und musiziert!
5Musiziert für den Herrn mit der Leier,
mit der Leier und vollem Saitenklang!
6Mit dem Schall von Trompeten und Widderhörnern
heißt den Herrn als König willkommen!
7Das Meer soll brausen und alles, was in ihm lebt!
Der Erdkreis soll jubeln und alle seine Bewohner!
8Die Flüsse sollen in die Hände klatschen,
und die Berge sollen im Chor jubeln –
9vor dem Angesicht des Herrn.
Denn er kommt, um Gericht zu halten auf der Erde.
Über den Erdkreis wird er ein gerechtes Urteil fällen
und die Völker nach Recht und Ordnung richten.

Eingangsgebet

LESUNG LUKAS 19, 37 – 40
So kam Jesus zu der Stelle, wo der Weg vom Ölberg nach Jerusalem hinabführt. Da brach die ganze Schar der Jüngerinnen und Jüngerin lauten Jubel aus. Sie lobten Gott für all die Wunder,die sie miterlebt hatten.
Sie riefen: »Gesegnet ist der König, der im Namen des Herrn kommt! Friede herrscht im Himmel und Herrlichkeit erfüllt die Himmelshöhe!«
Es waren auch einige Pharisäer unter der Volksmenge. Die riefen ihm zu: »Lehrer, bring doch deine Jünger zur Vernunft!« Jesus antwortete ihnen: »Das sage ich euch: Wenn sie schweigen, dann werden die Steine schreien!«

Lied: als Bekenntnis unseres Glaubens: Wir haben Gottes Spuren festgestellt

1. Wir haben Gottes Spuren festgestellt
auf unsern Menschenstraßen,
Liebe und Wärme in der kalten Welt,
Hoffnung, die wir fast vergaßen.
Zeichen und Wunder sahen wir geschehn
in längst vergangnen Tagen,
Gott wird auch unsre Wege gehn,
uns durch das Leben tragen.
2. Blühende Bäume haben wir gesehn,
wo niemand sie vermutet,
Sklaven, die durch das Wasser gehn,
das die Herren überflutet.
Zeichen und Wunder sahen wir geschehn
in längst vergangnen Tagen,
Gott wird auch unsre Wege gehn,
uns durch das Leben tragen.
3. Bettler und Lahme sahen wir beim Tanz,
hörten wie Stumme sprachen,
durch tote Fensterhöhlen kam ein Glanz,
Strahlen die die Nacht durchbrachen.
Zeichen und Wunder sahen wir geschehn
in längst vergangnen Tagen,
Gott wird auch unsre Wege gehn,
uns durch das Leben tragen.

BIBLISCHER IMPULS ZUM SONNTAG KANTATE
Wochenlied.
Sie finden es im Gesangbuch unter der Nummer 302:
„Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön.
Dem, welche alle Dinge, zu Dienst und willen stehn.
Ich will den Herren droben, hier preisen auf der Erd.
Ich will ihn herzlich loben, so lang ich leben werd.“
Das Lied beginnt mit einer so großartig aufsteigenden Melodie,
dass man das Lob schon aus den Noten hören kann.
Aber es ist kein einfacher Dreiklang.
Es ist eine schöne Melodie, aber keine einfache.
Und keine eingängige.
Man muss sie ein paar Mal gehört haben, geübt haben, wenn man mitsingen will.
Ich glaube, so ist das nicht nur mit dem Singen, sondern auch mit dem Loben:
Man muss es üben.
Man kann es üben, wenn es einem gut geht.
Man kann loben und singen üben, wenn einem danach ist.
Und dann, wenn man es geübt hat, eingeübt hat,
dann kann auch loben und singen, wenn einem überhaupt nicht danach ist.
Wenn die Welt dunkel wird, oder einsam, oder traurig.
Wenn man dann eine Melodie hat, dann hilft das. Mir jedenfalls.
Beim Singen kann ich den Mund ruhig auch einmal ein wenig zu voll nehmen
und gegen alles das ansingen, was mich bedrückt,
was mich beschäftigt, was mich quält.
Ja, vielleicht kostet es Kraft, den Mund aufzumachen, wenn mir eigentlich gar nicht danach ist.
Aber viel mehr noch gibt es mir Kraft.
Gott loben, auch dann, wenn ich gerade gar nichts zu loben finde –
das ist wie Singen in der Einsamkeit, oder in der Dunkelheit.
Von außen sieht das merkwürdig aus und hört sich vielleicht auch merkwürdig an.
Aber es hilft.
Und nein, es kommt dabei nicht darauf an,
die richtigen Noten im richtigen Rhythmus zu treffen.
Es kommt nicht darauf an, gewählt gesetzte Worte zum Lob Gottes zu finden.
Singen und Loben kommt aus dem Glauben –
und den haben musikalische und unmusikalische, wortgewaltige und wortkarge Menschen gleichermaßen.
Notfalls singen sogar die Steine zum Lob Gottes, sagt der Predigttext.
Wenn die das können, dann können wir das auch.
Selbst mit Corona-Maske vor Mund und Nase.
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Gemeindelied EG 302, Du meine Seele singe (Psalm 146)

1 Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn. Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.
2 Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.
3 Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht: der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer, der Fisch unzähl’ge Herde im großen wilden Meer.
8 Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm; der Herr allein ist König, ich eine welke Blum. Jedoch weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ist’s billig, dass ich mehre sein Lob vor aller Welt.

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