Hans-Peter Hellmanzik, P. i. R. stellt sich vor

Liebe Gemeindeglieder in Wahrenholz!
Ab Februar dieses Jahres bin ich von der Landeskirche beauftragt, für einige Zeit Ihren Pastor Lars-Uwe Kremer im Rahmen des Projekts „Gastdienste“ zu vertreten.
Gewiss interessiert es Sie, wer das ist, der während der Abwesenheit Ihres Pastors Sie ein wenig in dieser – leider noch von der Pandemie geprägten – Zeit begleiten wird.

Ich gehöre zum Noch-Kriegsjahrgang 1944. Mein Geburtsort ist Nikolaiken in Masuren. Nach der Flucht 1945 mit meiner Mutter und einer Odyssee danach, bin ich in der bayerischen Oberpfalz aufgewachsen, erlernte nach meiner Schulzeit zunächst den Beruf eines Kaufmanns im Groß- und Außenhandel und arbeitete in der Verwaltung der heimischen Kaolinindustrie, bis ich – nach einer persönlichen Glaubenserfahrung und dem damit einhergegangenen Aufbruch – insbesondere unter der Jugend – in der kleinen evangelischen Kirchengemeinde Hirschau – einer inneren Berufung zur Theologie folgte.
Nach dem Studium in Deutschland, der Schweiz und England, wirkte ich einige Zeit im evangelischen Verlagswesen in Frankfurt am Main als Lektor und Übersetzer theologischer Literatur. Ehrenamtlich widmete ich mich verschiedenen Randgruppen der Frankfurter Szene und zog als Jugend-Evangelist mit „Jugend für Christus“ durch Deutschland.
In diesen Begegnungen entdeckte ich den Sinn einer intensiven, am Dialog der verschiedenen Gruppen und Generationen ausgerichteten Gemeindearbeit mit vorzugsweise niederschwelligen Angeboten.
Meine erste Pfarrstelle war denn auch in Frankfurt am Main. Einer meiner Schwerpunkte war Ende der 60er Jahre die spannende Arbeit in der Rockerszene. Dankbar erinnere die fruchtbare Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern aus Politik und Gesellschaft der Stadt Frankfurt.
Der damalige Kieler Bischof Hübner lud mich – durch Medienberichte aufmerksam geworden – 1970 nach Schleswig-Holstein ein, wo ich in der Andreas-Kirchengemeinde Neumünster-Tungendorf unter anderem die umfangreiche Jugend- und Gemeindearbeit meines Vorgängers weiterentwickelte, die ins Land hinein ausstrahlte. (Siehe auch das Buch von Ulf Erdmann Ziegler, Wilde Wiesen, ISBN:978-3-8353-0275-4)
In den 80er Jahren bildete ich mich zum Psychotherapeuten weiter und erwarb das Diplom der Deutschen Paracelsus-Gesellschaft.
Vortragsreisen, zu denen ich eingeladen wurde und werde, führten mich an zahlreiche Orte in Deutschland, nach Belgien, Holland, Österreich, Frankreich, Schweiz und Kanada.
Die letzten 10 Dienstjahre Jahre bis zu meinem Ruhestand (2009) wirkte ich als Kurseelsorger und Gemeindepastor der Dreikönigs-Kirche in Bad Bevensen. Hier verbringe ich mit meiner Frau Ilona den „Ruhestand“, genieße es, anlässlich unserer traditionellen Familientreffen, mit meinen vier Söhnen über Gott und die Welt zu diskutieren und erfreue mich am Wachsen und Gedeihen unserer sechs Enkelkinder.
In der Kulturszene Bad Bevensen habe ich den Vorsitz der Kulturvereins inne. Bald 10 Jahre habe ich seit meinem Ruhestand im Stadtrat von Bad Bevensen mitgearbeitet.
Ehrenamtlich arbeite ich weiterhin in meiner Hannoverschen Landeskirche – örtlich und überörtlich – mit, neuerdings am kürzlich eingerichteten Projekt der Gastdienste, wie nun bei Ihnen. Sehr gerne singe ich im Ebstorf Singkreis der Kirchengemeinde mit. Gottesdienstvertretungen führen lassen mich die Vielfalt des Gemeindelebens unserer Landeskirche erleben.
So viel in aller gebotenen Kürze.
Ich freue mich, Ihnen zu begegnen, wünsche Ihrem Pastor vollständige Genesung und grüße Sie herzlich. Bleiben Sie gesund!
Ihr
Hans-Peter Hellmanzik, P. i. R.
 
Mein Lebensmotto:
»Liebe, und was du dann tun willst, das tu!«
(Nach Aurelius Augustinus)